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Die standardisierte Fraktur

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Die standardisierte Fraktur

Fraktur Gerät
Simulation einer standardisierten Fraktur mit unterschiedlichem Auflageabstand
Röntgenkontrollen der Fraktur

Frakturheilung in der Maus

"Knochenheilung bei Neurofibromatose 1"

in Zusammenarbeit mit Dr. D. Toben, J.-E. Hoffmann, Prof. Dr. G. Duda, Julius Wolff Institut, AG Biologie der Knochenheilung, CharitéCentrum 09 für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, CVK

Die Mechanismen der Frakturheilung als komplexe physiologische Regenerationsvorgänge sind Gegenstand intensiver Forschung. Hauptziel ist dabei, die Heilung zu verbessern bzw. zu beschleunigen.

Zur Untersuchung der Frakturheilung im Tiermodell ist eine standardisierte Fraktur erforderlich. Die konstruierte Frakturmaschine dient dem Setzen einer Fraktur in langen Knochen von Kleintieren, insbesondere der Maus.

Der Vorteil der Maus als Modelltier ist, dass die Manipulation des Genoms etabliert ist und viele genetisch modifizierte Organismen bereits existieren. Knockout Tiere bieten die Möglichkeit einzelne Gene gezielt in Bezug auf ihre Funktion hin zu analysieren. Unterschiede im Frakturheilungsprozess im Wildtyp sowie in genetischen Varianten können charakterisiert werden, wobei ein breites Methodenspektrum zur Verfügung steht.

Neurofibromatosen sind Erbkrankheiten, die vor allem die Haut und das Nervensystem betreffen, sie werden als Phakomatosen bezeichnet. Bei Neurofibromatose 1 (Morbus von Recklinghausen)  treten neben neuro-kutanen auch  unfallchirurgisch/orthopädische Symptome wie Pseudo-arthrosen und Knochendysplasien auf. Mit einer Inzidenz von 1 : 3000 ist sie die häufigste Phakomatose. Im vorliegenden Projekt soll die Frakturheilung im Neurofibromatose-Modell charakterisiert werden.

Der Knochen wird zunächst mit einem intramedullären Marknagel stabilisiert. Darauf wird der entsprechende Hinterlauf des narkotisierten Tieres anatomisch korrekt auf der Maschine positioniert. Mit einer Drehmechanik wird der Biegemeissel abgesenkt, es resultiert eine standardisierte 3-Punkt Biegefraktur.

Publikationen

[1] Lienau, J.; Schell, H.; Epari, D. R.; Schutze, N.; Jakob, F.; Duda, G. N.; and Bail, H. J.
CYR61 (CCN1) protein expression during fracture healing in an ovine tibial model and its relation to the mechanical fixation stability.
J Orthop Res, 24(2): 254-62, 2006

[2] Stevenson, D. A.; Zhou, H.; Ashrafi, S.; Messiaen, L. M.; Carey, J. C.; D'Astous, J. L.; Santora, S. D.; and Viskochil, D. H.
Double inactivation of NF1 in tibial pseudarthrosis.
Am J Hum Genet, 79(1): 143-8, 2006